Friesland im April

Wie immer ringen wir nach Worten um unseren Bericht zu beginnen, und entschließen uns einfach drauf los zu schreiben.
Als wir die Charterbasis erreichen liegt die Aaltje abfahrbereit am Steg. Dieses Schiff wird für eine Woche unser Zuhause sein. Nachdem wir uns eingerichtet haben und der Papierkram erledigt wurde verlassen wir die Charterbasis mit Ziel Lemmer.
Die Fahrt geht auf direktem Weg über den Houkesloot und den Prinses-Margriet-Kanaal.
Wir machen im dortigen Gemeindehafen an der Aussenkade fest.
Obwohl der Tag bis jetzt recht anstrengend war, entschließen wir uns noch ein wenig durch das Städtchen zu bummeln.

Nach der gestrigen Anstrengung wachen wir heute frisch und erholt auf, bereit zu neuen Abenteuern.
Wir möchten Heerenveen besuchen und werfen nach dem Frühstück die Leinen los.
Über den Grote Brekken und den Follegasloot fahren wir ins Tjeukemeer. Kurzfristig entschließen wir uns zu wenden und nach Sneek zu fahren. Warum? Weil Erich bei dem schönen Wetter, das wir haben, lieber vor dem Waterpoort liegt und dem Treiben auf dem Wasser folgt.
Der Brückenwärter der Ophaalbrug bei Follega schaut ganz erstaunt als er die Brücke kurze Zeit später ein zweites Mal für uns hebt. 
Die geänderte Route führt über den Prinses-Margriet und Johan Friso Kanaal. An der Insel hinter der Jelteslootbrug (in Richtung Heeg) legen wir an und machen eine Mittagspause. Bei herrlichem Sonnenschein genießen wir unseren Kaffee und lassen es uns gut gehen.
Auf dem Weg nach Sneek durchfahren wir Ijlst das in der Nachmittagssonne besonders malerisch aussieht.
Wir erreichen kurze Zeit später unser Ziel und machen vor dem Waterpoort fest.
Am frühen Abend verlassen wir unseren Liegeplatz wieder und fahren zurück zur Charterbasis.
Unsere Absicht ist es am Ostermontag den Tag der offenen Tür im Gewerbepark t´Ges zu besuchen.

Heute bleibt das Schiff im Hafen, stattdessen werden die bequemen Schuhe aus dem Schrank geholt.
Am Vormittag machen wir uns auf den Weg.
Wir besuchen den Tag der offenen Tür schon zum dritten Mal und stellen fest das diese Veranstaltung immer beliebter wird, da hier immer mehr Besucher anzutreffen sind.
Man hat die Möglichkeit sich rund um den Wassersport umfassend zu informieren.
Am frühen Nachmittag legen wir eine Verschnaufpause auf dem Schiff ein um Kaffee zu trinken.
Leider müssen wir das allein tun, den wir waren ursprünglich mit Familie Nürenberg verabredet.
Sie mussten absagen da Frau Nürenberg erkrankte. Schade!!!

Wo geht es heute hin? An die See nach Harlingen, hier waren wir noch nie. Wir fahren zeitig los, da wir mit einem langen Fahrtag rechnen. Von Sneek aus geht es über die Middelseeroute Richtung Leeuwarden.
Weiter über den Van Harinxma Kanaal an Franeker vorbei nach Harlingen. Kurz vor den Tjerk Hiddessluizen biegen wir backbord ab.
Im WV Harlingen wird uns ein schöner Liegeplatz zugewiesen.
Da wir hier früher angekommen sind als erwartet, können wir den Nachmittag dazu verwenden die Stadt ausgiebig zu besichtigen.
Von unserem Liegeplatz aus erreicht man die historische Altstadt und den Norderhafen in wenigen Gehminuten. 
Uns gefällt es hier sehr gut.

Auf der Middelseeroute 

                                                                      Harlingen

Unser Kühlschrank müsste mal aufgefüllt werden. Das erfordert einen Fußmarsch zum anderen Ende der Stadt. Hinter dem Zuiderhafen findet man die Supermärkte Albert Hein, Aldi und Super de Boer. Hier hat man die freie Auswahl. Auf dem Rückweg schauen wir noch bei den Tjerk Hiddessluizen vorbei. Zurück an Bord werden die erworbenen Lebensmittel verstaut und das Schiff klar zum ablegen gemacht.

Um 11:30 Uhr verlassen wir Harlingen in Richtung Leeuwarden. Wir legen einen Zwischenstop in Franeker ein und machen auch hier unsere Besichtigungstour.

In bisher gelesenen Reiseberichten wird Franeker nie besonders positiv dargestellt. Wir sind sehr überrascht wie schön es hier ist. Franeker ist eine hübsche kleine Stadt mit beeindruckender Architektur die auch gute Einkaufsmöglichkeiten bietet. Es lohnt auf jeden Fall einmal vorbei zu schauen.

Der Weg ist das Ziel. Wir entschließen uns bis nach Princenhof weiter zu fahren. Hier versuchen wir einen geschützten Liegeplatz zu finden, denn der Wind bläst mittlerweile mit bis zu 5 Windstärken. Am Lange Sloot legen wird mit der Aaltje geschützt hinter hohen Sträuchern an einem der vielen Marrekrite Liegeplätze an.

Morgen muss die Aaltje wieder zurück zur Charterbasis.
Also schlagen wir heute schon einmal die Himmelsrichtung ein um die Distanz zu verkürzen.
Von unserem Liegeplatz in Princenhof aus fahren wir zunächst nach Grau in den Hellinghafen weil das Akku für das Notebook aufgeladen werden muss. Diese Zeit nutzen wir für einen Spaziergang.
Das Akku ist voll und das Landstromkabel wird gekappt.
Weiter geht es wieder auf dem Prinses Margriet Kanaal bis nach Sneek wo wir ja in diesem Urlaub schon einmal waren.
Dieses Mal legen wir uns an den Zomerrak und schauen von dort aus dem Treiben auf dem Wasser zu. Das Wetter wird deutlich besser und die Sonne lässt sich länger blicken. Also laufen wir hier auch noch eine Runde solange die Füße noch nicht weh tun.
Alle nicht mehr benötigten Dinge werden heute Abend noch gepackt, da morgen das Schiff wieder abgegeben werden muss.

Nach einer wunderbaren Woche auf dem Wasser bringen wir die Aalte zurück in Ihren Heimathafen. Wir haben in dieser Zeit das Schiff richtig lieb gewonnen. Da wir die ersten Chartergäste an Bord der Aaltje waren, ist man auf unser Urteil im Bezug auf Komfort und Fahrverhalten des Schiffes gespannt. Mt Sytze und Fritz findet deshalb auch ein lebhafter Meinungsaustausch über die Eigenschaften der Aaltje statt. 
Anschießend packen wir unsere sieben Sachen ins Auto und machten uns auf die Heimfahrt.

Fazit:
Wir hatten eine schöne Woche, auch wenn das Wetter sehr durchwachsen war. Mal Regen, dann bewölkt u. trocken oder auch strahlend blauer Himmel und viel Wind. Teilweise an der Küste (Harlingen) 5 - 6.

Unsere Charterjacht "Aaltje"
Für 2 Personen das ideale Schiff. Es ist reichlich Platz und Stauraum vorhanden. Während der Fahrt ist es im Salon sehr leise, den der Motor liegt unter dem Boden der offenen Plicht. Die Aaltje ließ sich jederzeit sehr gut manövrieren und das Fahrverhalten ist in jeder Situation sehr gut.
Wir sind von diesem Schiff begeistert und können es nur weiter empfehlen!

Vielen Dank an Gretha, Sytze und Fritz für die sehr freundliche Betreuung.