Stürmisches Friesland

März - April 2025

Lady Madonna von Yachtcharter Molenaar

Die Sonne scheint und dicke Quellwolken ziehen schnell am Himmel vorbei. Es ist stürmisch und recht kühl.

An Bord der Lady Madonna ist es schon schön warm, denn Jaap hat für uns die Heizung eingeschaltet.

 

Wir wollen nach Sneek und die zwei Brücken, die wir passieren müssen, werden zügig für uns geöffnet.

Im Hafenkolk finden wir einen schönen, geschützten Liegeplatz mit Blick auf das Waterpoort und der Lemmerbrug.

Hier lassen wir zwei Tage lang einfach mal die Seele baumeln. An Bord bleibt alles entspannt und angenehm. So können auch windige Tage auf dem Wasser ihren ganz besonderen Reiz haben.

Wir legen ab und verlassen die Charterbasis

Wir fahren durch Ijlst und passieren die Geeuwbrug.


Wir fahren weiter, durch Sneek, einem schönen Ort im Herzen Frieslands, den wir immer wieder gern besuchen. Die Brücken öffneten sich zügig, sodass wir keine langen Wartezeiten hatten. Der starke Wind unterwegs verleiht der Fahrt eine frische, lebendige Atmosphäre.

Am Biggemeer Eiland finden wir schließlich einen herrlichen Marrekrite Liegeplatz. Perfekt, um den Blick über das Wasser schweifen zu lassen und das Wetter zu beobachten.

Ideal für mich um Berufsschiffe zu fotografieren, die dicht an uns vorbeifahren. Ein schöner Tag auf dem Wasser neigt sich nun ganz entspannt seinem Ende zu.

 

Fahrt durch Sneek

Terhornstersluis


Heute Mittag geht es zurück zur Charterbasis. Warum? Morgen kommt unser Sohn zu Besuch! Das wird ein sehr schönes Wiedersehen, denn wir freuen uns immer sehr, wenn er uns in den Niederlanden besuchen kommt. Wir treffen uns bei Yachtcharter Molenaar, denn hier kann Marcel sein Auto sicher parken. Haben wir schon ein paarmal so gemacht.

Am späten Nachmittag holte Jaap die Oklahoma, Nevada und die Alabama aus der Werfthalle und stellt sie vor dem Hafenbecken ab. Was für ein spannender Nachmittag für uns, denn es ist schön so etwas mal live mitzuerleben.

Charterjacht Alabama

Charterjacht Nevada


Juhu, unser Sohn ist da! Wir starten den Tag ganz entspannt mit einem gemeinsamen Frühstück. Frisch gestärkt legen wir ab und machen uns auf zu einer großen Runde durch das idyllische Friesland.

 

In Sloten, der kleinsten Stadt Frieslands, legen wir einen Zwischenstopp ein. Hier gönnen wir uns leckeren Kibbeling – ein echter Genuss. Die Imbissbude bei der Brücke ist sehr zu empfehlen.

Anschließend machen wir noch einen Spaziergang durch den Ort und genießen das schöne Wetter.

 

Am späten Nachmittag erreichen wir unsere Charterbasis, von wo Marcel sich dann auf den Heimweg macht. Es war wirklich ein herrlicher Tag mit unserem Sohn, voller gemeinsamer Erlebnisse und schöner Erinnerungen. 

Wir legen ab und fahren noch ein Stück bis zu den Marrekrite Liegeplatz in Woudsend (FL 25). Inmitten der Ruhe genießen wir den Abend und lassen den Tag entspannt ausklingen.

Was für ein schöner Tag mit unserem Sohn!

Es ist heute sehr windig und kühl als wir nach Stavoren fahren.

Das Heegermeer, De Fluezen und De Moarre präsentieren sich nicht von ihrer besten Seite.

Trotz der stürmischen Bedingungen machen wir einen Spaziergang am Deich entlang und schlenderten durch den Ort. Eine frische Brise macht ja bekanntlich den Kopf frei, auch wenn es dabei ganz schön kalt ist.

 

Es ist noch recht früh am Nachmittag und so fahren wir wieder zurück.

In De Moarre gibt es sehr schöne Marrekrite Liegeplätze (FL44A) an einer Insel. Hier haben wir schon ein paar mal gelegen.

 

 Der Wind ist deutlich ruhiger, und wir können die Ruhe und Einsamkeit in vollen Zügen genießen. Weit und breit sind wir alleine – fast wie auf einer kleinen Oase nach dem windigen Trubel am Ijsselmeer. Diese friedliche Stimmung tut einfach gut.

Unterwegs Richtung Stavoren

Am Strand von Stavoren


Wir haben mal wieder richtig Lust auf chinesisches Essen. Für uns kommt da eigentlich nur ein Restaurant in Frage: das Golden River in Balk. Also machen wir uns am Vormittag auf den Weg dorthin. Balk ist ein kleines, hübsches Dorf, das direkt am Flüsschen Lutz liegt.


Im Passantenhafen suchen wir uns einen Liegeplatz für unsere Jacht – und haben dabei die freie Wahl, denn keine andere Jacht ist weit und breit zu sehen. Das fühlt sich schon ein bisschen seltsam an, so ganz allein hier zu sein. Aber eigentlich stört uns das gar nicht, im Gegenteil: Wir genießen die Ruhe und freuen uns einfach riesig auf das leckere Essen am Abend!

Auf dem Slotermeer


Mein Hobby ist das Fotografieren von Berufsschiffe und das geht am Prinses Margrietkanaal wirklich hervorragend. Besonders der Marrekrite Liegeplatz RP 19 Tryehus ist dafür perfekt geeignet, denn er liegt wie ein kleiner Hafen direkt neben dem Kanal. Dort kann ich in aller Ruhe meine Fotos machen, weil ich eine sehr gute Sicht auf die vorbeifahrenden Schiffe habe.

Dank der App Vessel Finder weiß ich genau, wann welches Schiff kommt. So muss ich nicht ständig am Kanal stehen und kann mich zwischendurch auf der Lady Madonna aufwärmen – was auch nötig ist, denn es ist ziemlich frisch und windig.

Wir bleiben zwei Tage, genießen die Ruhe und das stürmische Wetter, das irgendwie auch seinen eigenen Charme hat. So macht das Fotografieren richtig Spaß!

Vor 13 Jahren waren wir das letzte Mal in Harlingen und jetzt zieht es uns wieder dorthin. Die Hafeneinfahrt bei der Keersluis (4.80 m breit) ist ziemlich eng. Wir haben es geschafft die Lady Madonna (4.20 m breit) ohne Kratzer zweimal da durch diese Nadelöhr zu manövrieren.  

Beim H.W.S.V. Harlingen bekommen wir einen schönen Liegeplatz an einem Längssteg. Wir bleiben zwei Tage um die Stadt zu erkunden.

Es gibt sehr viel zu entdecken und die Lage an der Nordsee macht diesen Ort besonders interessant.

Im Hafen ist immer viel los und die großen Ein- und auslaufende Segelschiffe runden das Bild positiv ab.

Spoorbrug HRMK bei Leeuwarden


Wir verlassen Harlingen am frühen Morgen, bereit für die lange Fahrt zum Sneeker Meer. Die Stunden vergehen schnell, während die Landschaft an uns vorüberzieht.

Am Nachmittag entdecken wir schließlich am Rande vom Goaiingarypster Puollen, ist hinter dem Sneekermeer einen schönen idyllischen Liegeplatz, SN 33 Slachte. Hier gefällt es uns! Schnell sind die Fender draußen und die Taue zum Anlegen klar.

Herrlich, die Ruhe und Abgeschiedenheit dieses Ortes. Hier fühlten wir uns wie im Paradies.

Besser könnte es nicht sein!

Fahrt durch Warten

Heute gib’s zum Mittag eine Portion Kibbeling – lecker! Joure ist ja nicht weit weg, und dort gibt’s wirklich guten Fisch. Ein kurzer Abstecher dorthin lohnt sich also immer.

Danach machen wir noch einen Spaziergang durch den Park, das Wetter ist einfach perfekt dafür.

Am Nachmittag verlassen wir Joure und fahren weiter zum Houkesleat. Hier gibt es zahlreiche schöne Marrekrite Liegeplätze. Dort angekommen, genießen wir einfach die Ruhe und beobachten die vorbeifahrenden Schiffe und Jachten.

Ein rundum schöner Tag!

 

Morgens am Marrekrite Liegeplatz SN19A Galgeland (Houkesleat).

Es ist wieder sehr stürmisch.

Im Hafen von Jachtcharter Molenaar.

Zum abschied hatten wir abends hatten wir noch einen schönen Sonnenuntergang.

Das war's!

Unser Urlaub ist leider schon vorbei, aber wenn wir daran zurückdenken, zaubert es uns ein Lächeln ins Gesicht – besonders an die vielen Nächte, die wir diesmal an den Liegeplätzen in Marrekrite verbracht haben. Anders als sonst konnten wir die Stille oft ganz für uns allein genießen, was das Ganze noch viel besonderer gemacht hat.

Die Lady Madonna hat sich mal wieder als perfekte Yacht für die kühleren Tage erwiesen. Dank der Zentralheizung und Doppelverglasung waren es immer schön warm an Bord. So konnten wir das stürmische und kalte Wetter draußen hautnah miterleben, ohne zu frieren!

Wir freuen uns jetzt schon riesig darauf, im Herbst wiederzukommen und diese besondere Stimmung erneut zu erleben.

In diesem Sinne . . . Petra & Erich