Hamburg

Hamburg hatten wir schon seit Ewigkeiten auf der To do-Liste und endlich hat es geklappt. Wir hatten eine Woche frei und so buchten wir 3 Übernachtungen im Hotel Hafe Hamburg, packten den Koffer und machten uns auf den Weg.

Um das angekündigte schöne Wetter auszunutzen, fuhren wir schon früh am Morgen los und erreichten gegen Mittag unser erstes Ziel – Blankenese.

Dort angekommen machten wir einen Spaziergang entlang der Elbe und kehrten anschließend im Lokal "Ponton op'n Bulln" ein. Bei einer Tasse Kaffee und hausgemachtem Kartoffelsalat + Frikadelle sahen wir dabei zu wie ein Hochseeschiff nach dem anderen an uns vorüber fuhr.

Besonders sehenswert ist das Treppenviertel von Blankenese. Viele kleine Häuser die in den Hang gebaut wurden und mit Treppen und schmalen Strassen verbunden sind laden zum Schlendern ein.

Einige Kilometer weiter, die Elbe abwärts, legten wir im Stadtteil Wedel noch mal einen Halt ein und besuchten die Schiffsbegrüßungsanlage "Willkomm Höft".

Am Nachmittag fuhren wir nach Hamburg und bezogen unser Hotelzimmer. 

Anschließend gingen wir noch runter auf die Landungsbrücken und ließen uns vom dortigen Treiben mitreißen. 

Noch ein Bierchen zum Abschluss – was für ein Tag !

Nach dem Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Hafen. Unser erstes Ziel an diesem Tag war der alte Elbtunnel, eröffnet 1911, der auch heute noch genutzt wird.
Der Eingangsbereich liegt unscheinbar bei den Landungsbrücken. Vier Lastenaufzüge für je einen PKW und ein Personenaufzug führen 24 m in die Tiefe.
Man kann als Alternative aber auch die Treppe nehmen. 
Unten angekommen durchliefen wir den Tunnel auf einer Länge von fast 427 Metern und kamen in Steinwerder wieder ans Tageslicht. 
Aber hier schauten wir nur kurz auf das gegenüberliegende Ufer (von wo wir gekommen waren) und machten uns wieder auf den Rückweg. 

Dort angekommen hielten wir Ausschau nach einer passenden Mitfahrgelegenheit um das Hafengebiet zu erkunden.
Wir entschieden uns für die Barkasse „Tanja“ mit der wir eineinhalb Stunden durch den Hafen chauffiert wurden und so auch mal ganz nah an die großen Pötte kamen.
Auch die historische Speicherstadt und die Elbphilharmonie steuerte der Schiffsführer der Tanja mit uns an. Vorbei an der „Cup San Diego“ und der „Rickmer Rickmers“ erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt an den Landungsbrücken. 
Als nächstes besuchten wir die Cup San Diego das größte noch fahrtüchtige Museumsfrachtschiff der Welt.
Gelegentlich geht das Schiff auch noch in Fahrt, unter anderem beim Hamburger Hafengeburtstag. 

Die abendliche Anlaufstelle für diesen Tag war das Watergate natürlich wieder auf den Landungsbrücken.
Bei leckerem Abendessen und kühlem Pils ließen wir hier den Tag ausklingen.

                                                       Der Hafen schläft nie!
Der Hafen schläft nie!

An diesem Tag wendeten wir uns der Landseite zu und machten eine Stadtrundfahrt mit einem Doppeldeckerbus der Blauen Linie. Bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir durch die City, vorbei am Fischmarkt über die Reeperbahn am Beatlesmuseum vorbei und machten einen Zwischenhalt an der St. Michaelis Kirche (Hamburger Michel).
Nachdem wir bequem mit dem Aufzug die obere Aussichtsplattform erreicht hatten, wurden wir mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Man kann auch über die Treppe die 453 Stufen hat nach oben, aber aus dem Alter sind wir raus. Genau so bequem wieder unten angekommen nahmen wir den nächsten Bus und setzten unsere Stadtrundfahrt fort.
Vorbei an weiteren Sehenswürdigkeiten, wie dem Rathaus, erreichten wir auch die Außenalster und umrundeten den See, immer auch den Blick gerichtet auf die schönen Villen, die sich dort aufreihen.

Wieder an den Landungsbrücken angekommen, entschlossen wir uns noch zu einer Fahrt mit der Schnellfähre. Wir bestiegen die Linie 62 und fuhren die Elbe abwärts bis Finkenwerder und wieder zurück. Diese Stunde auf dem Wasser musste nach soviel Landgang sein.

Zum Schluss noch das gepflegte Pils beim Watergate und immer mit dem Blick auf die Elbe.

Mit vielen neuen Eindrücken und überwältigt von dem Treiben auf dem Wasser verließen wir Hamburg. Wir waren so beeindruckt von dieser Stadt, das wir beschlossen haben auch einen Reisebericht zu veröffentlichen, obwohl unsere Reise ja gar nichts mit den Niederlanden zu tun hat. Aber Maritim war sie irgendwie schon.
Gesehen haben wir nur einen winzigen Teil dieser Stadt, denn wir sind buchstäblich an den Landungsbrücken hängen geblieben. Es war sehr spannend dem geschäftigen Treiben auf dem Wasser zuzuschauen. Wo sonst werden den ganzen Tag große Hochseeschiffe zu ihren Liegeplätzen geschleppt um be- und entladen zu werden? Auch in diesem Hotel müssen wir noch mal übernachten. Wenn wir nicht gerade an den Landungsbrücken waren, hatten wir auch von hier aus einen fantastischen Ausblick auf den Hafen.

P.S. Und unser Auto stand für drei Tage in der Tiefgarage dieses 4 Sterne Hotels. 

Der Parkscheinautomat spuckte das Ticket erst wieder aus nachdem wir ihn mit 48 Euro gefüttert hatten. Heul - Heul :-(
Ob es unserem Auto auch so gut in Hamburg gefallen hat wie uns?